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3 wichtige eCommerce Trends 2011 – Teil 2

Trends der technischen

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Änderung des Google Algorithmus hat seit dem letzten sogenannten “May Day” erhebliche Auswirkungen auf das Thema Suchmaschinenoptimierung. Wie komplex das Thema geworden ist zeigt die Auflistung der möglichen Parameter, die Google beim Ranking berücksichtigt. eCommerce Firmen sollten sich darauf konzentrieren, einzigartigen Content zur Verfügung zu stellen und wenn möglich Texte von Komsumenten einbinden. Sehr wichtig: Ladezeit der Seiten!! Schnelligkeit wird von Google belohnt.

Bing hingegen versucht weiterhin Google´s Technologielevel insbesondere bzgl. Crawling und Indizierungsschnelligkeit zu erreichen. So wird Bing erst Anfang 2011 das “rel canonical” – TAG unterstützen und damit erst zwei Jahre nach Google. Zum Launch wird Bing nicht in der Lage sein cross-domain “rel-canonical” zu unterstützen, aber dies wird sicherlich folgen.

Das “rel canonical” TAG wurde ins Leben gerufen, um dies in Seiten zu nutzen, die von doppelten Inhalten betroffen sind, bspw. Sortierung der Suchergebnisseite in einem Onlineshop nach Produktname, Preis, Listen – oder Galerieansicht. Durch das TAG kann man die bevorzugte zu indizierende Hauptseite statisch oder dynamisch festlegen und somit ein verbessertes Ranking erzielen.

Bisher wurden meistens 301-Redirects genutzt, die leider den Nachteil besitzen, dass sie bspw. bei Bing erst nach dem zweiten oder dritten Crawl zu einem Suchindexupdate führen. Bing bietet ein sehr gutes Tool an, um das Thema der doppelten Inhalte in den Griff zu bekommen. Das “Parameter Tool” ist über die Bing Webmaster Toolbox verfügbar. Ein ähnliches Tool bietet Google´s Webmaster Tools.

Die Artikelsortierung auf Katalogseiten, die Pagnierung und die Facetten-Navigation, die zu den Standardinstrumenten der Produktpräsentation im eCommerce gehören, stellen für die technische Suchmaschinenoptimierung gerade in der organischen Suche Probleme dar. Es ist wichtig, dass sich SEO-Teams diesen Problemen widmen und eine Strategie erstellen und den richtigen Ansatz wählen, denn es gibt genug Negativbeispiele, wie das TAG “rel=canonical” nicht genutzt werden sollte. Eine falsche Anwendung kann einem eCommerce Projekt Zeit und Geld kosten, denn es beseitigt nicht das Problem, sondern lässt es entstehen!

Google hat die Einführung des “source attribute” Meta-TAG angekündigt, dass das Problem der doppelten Inhalte für Autoren und Verlage lösen soll. Auch dies wird Auswirkungen für eCommerce Seiten haben, welche zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden können.

Zusammenfassung

Google ist die Suchmaschine mit dem größten Markanteil, weshalb die SEO-Strategie die Vorgaben von Google zu berücksichtigen sind, aber Bing sollte nicht aus der SEO-Strategie ausgeklammert werden. Bing gewinnt weiterhin Marktanteile und laut Microsoft besitzen Bing-User eine um 11% höhere Kaufbereitschaft gegenüber Google-User und eine 31% höhere Kaufbereitschaft gegenüber normalen Web-User.

Dies ist eine demographische Entwicklung im eCommerce Umfeld, die nicht ignoriert werden darf!

Trends im eCommerce und SEO sorgen immer wieder für Überraschungen. Shopanbieter, die ihren Kundinnen und Kunden Rabatte, versandkostenfreie Lieferung, informationsreiche Produktdetailseiten, Videos und eine visuelle Suche anbieten, werden gegenüber der Konkurrenz entscheidende Vorteile haben.

Zusätzlich müssen eCommerce Firmen sich des doppelten Inhalt Problems, insbesondere auf Produkt- und Suchebene, annehmen. Dies wird eine wichtige Komponente der Suchmaschinenoptimierung im Jahr 2011 sein.

Comments (3)

  1. Dezember 2, 2010 - 14:08 - von Michael Hanisch

    “laut Microsoft sind besitzen Bing-User eine um 11% höhere Kaufbereitschaft gegenüber Google-User und eine 31% höhere Kaufbereitschaft gegenüber normalen Web-User.”

    Gibt es für diese Einschätzung eine Quellenangabe? Mal abgsehen davon, dass ich eine Einschätzung von Bing durch Microsoft für nicht unbedingt objektiv halte, wie ist denn diese Statistik zu verstehen? “normale Web-User” sind diejenigen, die lt. dieser Einschätzung weder Bing noch Google nutzen – angesichts der Marktanteile im Suchmaschinenmarkt dürften das nicht sehr viele Leute sein…

    Und was heisst “Kaufbereitschaft”? Wurde diese ermittelt bei Leuten, die explizit nach “kaufbaren” Produkten gesucht haben? Dann könnte man es auch so verstehen, dass Google für allgemeine Suchen verwendet wird und Bing eher als reine Shopping-Suchmaschine bzw. für Preisvergleiche. Was sofort wieder die Frage aufwirft, ob mit “Google” deren Websuche oder Produktsuche gemeint sind…

    Anhand dieser Daten auf eine “demographische Entwicklung[…], die nicht ignoriert werden darf” zu schließen halte ich deswegen für etwas gewagt, auch wenn der dahinter stehende Denkansatz (“nicht nur Google (Websuche) im Auge behalten, sondern auch andere Anbieter”) sicher begrüßenswert ist.

    • Dezember 3, 2010 - 18:16 - von Thomas

      Es stimmt, dass man einer Untersuchung von Microsoft über die eigene Suchmaschine nicht viel vertrauen schenken darf. Deshalb hier noch eine unabhängige Quelle; http://www.intelligentretail.co.uk/blog/2009/09/22/google_vs_bing_conversion_rate_analysis.html
      Bitte beachten, dass die Beobachtung bereits von 2009 ist! Die Beobachtungen wurden also schon letztes Jahr gemacht, weshalb ich gerne an der “demographischen Entwicklung” festhalten möchte.
      Mit Google ist die reine Websuche gemeint.
      “Und was heisst “Kaufbereitschaft”? Wurde diese ermittelt bei Leuten, die explizit nach “kaufbaren” Produkten gesucht haben?”
      Genau so ist es. Die Kaufabsicht eines Kunden / einer Kundin ist um 11% höher, wenn diese über Binge bspw. direkt auf einer Produktdetailseite landet, als bei Kunden über Google.

    • Dezember 3, 2010 - 18:18 - von Thomas

      übrigens in dem Zusammenhang sehr interessant: http://www.bing-vs-google.com/

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