Future Commerce Blog
Ausblick 2

Hallo 2014 und Co.! Wo geht es lang in der Zukunft? (2)

Neue Begriffe für nicht so neue Themen, das Zusammenfügen von bestehenden Technologien und Weiterdenken und neue Begriffe- so lassen sich die “Things to Watch” für 2014 ff. in dieser Beitrag unserer Serie benennen. Aber lesen Sie selbst:

 

4. Omni Point of Sale und Shopping am POR

Schon wieder ein neues Wort. Allerdings haben wir es nicht erfunden. Schon jetzt erreichen wir überall sogennante Touchpoints von denen Werbe- und Kauf-Mich-Botschaften auf uns treffen, die wir dann (bevorzugt mit mobilen Endgeräten) per Kauf finalisieren können. Der POS ist also schon jetzt überall da wo wir auch sind; die Impulse werden aber an noch deutlich mehr Stellen auf uns treffen.

Interaktive und adaptive Schaufenster sind mittlerweile Realität, Digital Signage an immer mehr Orten zu finden. Die nächste Stufe wird der Austausch von statischen Medien an Orten, an denen Sie länger verweilen (müssen) durch dynamische und adaptive Systeme, mit mittelbarer oder unmittelbarer Kaufmöglichkeit sein. Die kleinen oder größeren Plakate vom Öffentlichen Nahverkehr bis hin zu (mehr oder weniger öffentlichen) WCs werden gegen de passenden Displays ausgetauscht und haben die Chance auf eine erhöhte Aufmerksamkeit und Conversion durch die erhöhte Verweildauer an jenem Ort. Der Point of Rest (POR) wird zum POS.

 

5. Smartwatch-Commerce

Die kleinen Displays bieten zwar nur äußerst begrenzte Möglichkeiten was die Produktsuche und -darstellung angeht – ehrlich gesagt keine. Smartwatches können aber den mobilen Kaufprozess an den neuen und zusätzlichen Touchpoints beschleunigen, wenn sie helfen, den Kunden zu identifizieren und umständliche und langwierige Registrierungsprozesse auf ein Minimum zu reduzieren.

Man nehme das adaptive eBay-Schaufenster in San Francisco (wir haben berichtet) und stelle sich statt des Smartphones die Smartwatch vor, die nicht erst aus der Tasche geholt und entsperrt werden muss. Im Idealfall gibt es nur ein “OK” um die Transaktion mit den gespeicherten Standardparametern abzuschließen. Marketer und Händler sollten sich diese Option durch den Kopf gehen lassen und im Auge behalten

 

6. Adaptives oder ITW-Targeting
Durch die geschickte Verbindung von adaptiven Schaufenstern oder Werbeflächen mit der Kundenidentifikation (sei es mittels Gesichtserkennung, NFC, BLE oder iBeacon) ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für das Targeting. Was bisher vom Surfen durch das Netz bekannt war und weithin als lästig empfunden wird, wird Einzug in den Bewegungsraum des Konsumenten (in die freie Wildbahn oder ITW – in the wild) halten: Gezielte Platzierung von Werbeinhalten an jedem Ort, an den sich der Konsument bewegt, an jedem Ort, an dem er steht.

Ein Traum für jeden Marketer – Kunden dürften dagegen geteilter Meinung sein, was diese Art des Stalking angeht.

 

7. Transparenz und Nachhaltigkeit

Nicht erst dann, wenn es zu einer Katastrophe, einem Skandal oder unethischem Verhalten bei der Herstellung oder Bearbeitung von Waren gekommen ist interessieren sich die Kunden für das Was, Wie und Wo der Produktion. In diesen Fällen zwar um so mehr; das zwingt Hersteller und Händler zur Reaktion.
Vertrauen und Kundenbindung lassen sich an vielen Stellen durch aktives Offenlegen wichtiger Aspekte der Herstellung. Neben dem Was, Wie und Wo sind das auch und insbesondere das soziale und das Umweltengagement des Unternehmens und eine klare und offene Kommunikation darüber und mit den Kunden.

Auch wenn Nachhaltigkeit mittlerweile an der einen oder anderen Stelle schon ein wenig inflationär verwendet wird und abgedroschen klingt; zusammen mit einer guten Portion an Transparenz lassen sich sehr gute Beiträge zur Alleinstellung für Marken und Händler leisten. Dafür gibt es schon jetzt gute Beispiele.

 

Lesen Sie auch Teil 1 der Serie zu den Themen der Zukunft

 

(Photo: iStockphoto.com)

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