Future Commerce Blog
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Ist völlige Transparenz die Zukunft?

Gerade Händler lassen sich nicht gerne in die Karten oder die Kalkulation schauen.

Während auf der einen Seite die ursprünglichen und stereotypen Ankündigungen einer nachhaltigen Produktion erst im Katastrophenfall (z.B. bedenkliche Zustände in der Produktion) zu einer gezwungenen Offenlegung der Prozesse und der Hersteller führen, wird kein Händler freiwillig seine komplette Kalkulation für alle zugänglich machen.

Das dachten wir bisher auch…

Der belgische Fashion-Händler “Honest by” geht offensiv den Weg der vollständigen Transparenz. Im Januar 2012 gestartet, legt Honest by so ziemlich alles offen, was offen zu legen ist. Für jedes Produkt werden die Material- und Herstellungskosten (bis hin zu Knopf und Garn) ausgewiesen, die Zuschläge  und Spannen gezeigt.

Neben des lückenlosen Nachweises der Herkunft der Materialien benennt “Honest by” alle an der Herstellung beteiligten Unternehmen und berechnet den Co2-Fussabdruck.

So viel Transparenz ist im ersten Augenblick geeignet den Shopper zu erschlagen – vielleicht will er das alles auch gar nicht so detailliert wissen. Oder schaut am Anfang etwas intensiver hin und später nur punktuell. In jedem Fall ist die Transparenz extrem gut geeignet Vertrauen aufzubauen und nicht zuletzt eine Grundlage für ein bewußteres Kaufverhalten.

Wir würden uns freuen, in Zukunft mehr Nachahmer zu finden.. und um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja!

 (via)