Future Commerce Blog
NEOCOM13

NEOCOM13 – Recap

..oder: Was war los in Düsseldorf?

Nun, eine ganze Menge tatsächlich – viele Besucher und Aussteller haben den Umzug aus Wiesbaden gewagt und trafen sich in einer großzügigen Industriekulisse am 29. und 30. Oktober in Düsseldorf wieder. Wenn man sich die Taxirechnung vom Bahnhof zum Veranstaltungsort zu Gemüte führt, drängt sich die Frage auf: So groß kann Düsseldorf gar nicht sein? (Hier kommt der Exil-Kölner durch – ein Teilnehmer auf der Gala hatte sich sogar getraut einen Kölner-Dom-Button am Revers zu tragen: sehr mutig!) Genug gescherzt. Was war da los?

Auf der einen oder auf der anderen Seite

Auf der einen Seite inaltlich und thematisch nichts Neues – Mobile, Social und Multi- bzw. Omnichannel und Best Practices dazu sind seit Jahren die Dauerbrenner in Vorträgen, in den Sprecherecken und in den Diskussionen. Ein Blick in das Programm zeigt wenig Abweichung von den größeren Veranstaltungen der letzten 24 Monate.

Das heisst auf der einen Seite, dass wirkliche Neuigkeiten tatsächlich fehlen und die oben genannten quasi schon Dauertrend-Status haben.
Auf der anderen Seite – und das kristallisierte sich in den wirklich guten Gesprächen mit Ausstellern und Besuchern heraus – ist ein eher unerotisches Thema beinahe als Trend zu sehen: Seine Hausaufgaben machen.

Zuerst die Hausaufgaben

Hausaufgaben im Hinblick auf die Optimierung der eigenen (oder ausgelagerte) Prozesse und der Wertschöpfungskette. Sei es die Suchfunktion auf der eigenen Webseite, die Optimierung, was Suchmaschinen angeht oder aber logistische Prozesse. Alles Themen die eher im Maschinenraum des Digitla Commerce zu finden sind. Aber das ist ebenso korrekt wie wichtig. Ohne solide Basis werden Geld und Kunden verbrannt.

Insofern würde ich feststellen wollen: Die aktuellen und akuten Themen scheinen zu überwiegen; die Praxis hingt einigen Entwicklungen und Erfinder- und Berater-Ideen merklich hinterher. Das ist in Ordnung so.

Neu und frisch

Ein Farbtupfer im Rahmen der Ausstellung war die – ich nenne sie liebevoll – StartUp-Ecke. Zu Recht konnten sich junge Untenehmen und Ideen präsentieren. Schade allerdings, dass sie wenig prominent auf der Fläche angesiedelt wurden. Aber, und das ist gut: Frischer Wind auf dem Areal, auf dem ein Kollege auf Twitter leicht spöttelnd bemerkte, dass ganz “schön viele Dinosaurier hier” sind. (Ja, es gibt auch Unternehmen und Menschen, die länger als 2,5 Jahre im Geschäft sind!)

Und jetzt?

Hat sich der Besuch gelohnt? Auf jeden Fall! Es ist immer noch einer der Branchen- oder Klassentreffs – jetzt in frischerer Umgebung. Zu beobachten wird allerdings sein, wie sich die Veranstaltungslandschaft mit und nach den Veränderungen in diesem und dem nächsten Jahr insgesamt darstellen wird.

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