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Neue Schauplätze – oder warum schon jetzt nicht mehr nur Geld und gute Geschäftsmodelle den Großteil des (Online-) Erfolgs ausmachen

Die Faustregel, dass 1% des Erfolges Inspiration und 99% Transpiration sind, hält sich hartnäckig. Vor einigen Jahren war es Einstein, in jüngerer Vergangenheit insbesondere Scott Belsky, der genau davon überzeugt ist.

 

Ohne Schweiß kein Preis

Ohne eine gute Idee werden vermutlich weder Blut, Schweiß oder Tränen noch Geld zum Erfolg führen.

Im Online Geschäft gehören dazu neben der Idee und einem passenden Bündel Geldscheine auch und insbesondere die Menschen: Auf der einen Seite sind es die Kunden, die über Gedeih und Verderb Ihrer (umgesetzten) Idee entscheiden. Naja, und hin und wieder die nötige Portion Glück.

Auf der anderen Seite – und das wird offenbar zu Gunsten innovativer Geschäftsmodelle und bahnbrechender Technologien vergessen – sind es die Menschen, die erst die Umsetzung der Idee ermöglichen; bevor der Kunde über Gedeih oder Verderb entscheidet.

Mit Sicherheit können wir über die desaströsen Auswirkungen des (bewussten oder unbewussten) Fehlverhaltens Einzelner auf das laufende Geschäft reden (Schulterblick zu den Banken). Aber wir sollten einen Schritt vorher beginnen.

 

Gute Leute, mehr gute Leute oder überhaupt Leute

Zuerst muss man Leute haben. Gute Leute. Und wenn es gut laufen soll und gut läuft: Mehr gute Leute. Nur fehlen diese gerade an allen Ecken. Oder sie sind da, aber nicht mobil (gut ausgebildete und erfahrene Leute bleiben gerne in Hamburg, Berlin oder München, oder?) oder sind für bestimmte Unternehmen schlicht zu teuer.

Da offenbar genug Geld im Markt ist (Investitionen in und Beteiligungen an insbesondere jungen Unternehmen sprechen eine deutliche Sprache – in Übersee und auch Hierzulande) und es an Ideen nicht mangelt (selbst gemacht oder aus den USA importiert) ist es primär das Personal, das schon jetzt einen Engpass darstellt. Tatsächlich scheint die ganze Welt gerade (Web-) Entwickler zu suchen.

 

Trugbilder?

Das ist im Moment vielleicht (nur) ein Phänomen, aber ein mehr als ein Hinweis darauf, dass der Wettbewerb zwischen den Unternehmen im Online- oder eCommerce-Business zusätzlich auf anderen Feldern und mit anderen Mitteln ausgetragen wird, als im klassischen Dreieck zwischen Anbieter, Kunde und Marktbegleiter.

Noch keine Paranoia oder kein Horrorszenario. Aber: Wer rechtzeitig den Arbeitsmarkt “screent” und strategisch die passenden Leute identifiziert, sie mit guten bis unverschämten Gehältern einfängt und sie an sein Unternehmen bindet, kann sich die nötigen Ressourcen für seinen Erfolg aufbauen. Ressourcen, die dem dann Wettbewerber fehlen.

Ob diese Ressourcen dann tatsächlich voll ausgelastet sind; das muss nicht zwangsläufig so sein.. ein Schelm, der Böses dabei denkt.

 

Den Blick heben!

Umso wichtiger ist es mit Weitblick an das Thema Personal heranzugehen. Auch wenn der Begriff “strategisch” zur Stereotype zu verkommen droht: Eine Strategie ist mindestens hilfreich. Spontanes Handeln, Reagieren und Skalieren (nach oben!) wird nicht mehr so leicht möglich sein – jedenfalls nicht, wenn es um gute Köpfe geht.

 

(Photo: iStockphoto.com)

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