Future Commerce Blog

Online-Shopping per Gedankenkraft?

Zugegeben, die Überschrift verdient mindestens zwei Fragezeichen. Noch. Vor einigen Jahren ging es der Sprachsteuerung ähnlich, ebenso wie der Steuerung durch Augenbewegung oder der Gestensteuerung.

Jetzt – und weil es die Technik mittlerweile für die Massenanwendung ermöglicht – ist die Sprachsteuerung quasi in aller Munde (man beachte den Wortwitz!). Per Sprache bedienen wir Navigationssysteme in Autos, Fernsehgeräte, Computer und Mobiltelefone.

Stand der Dinge

Zum Online-Einkauf brauchen wir immer noch unsere Augen, hoffentlich das Gehirn und die Finger, die den Computer oder das Smartphone bedienen. Online Shopping per Sprachsteuerung allein wird sich mit ziemlicher Sicherheit nicht durchsetzen. Dialoge, die mit “Siri, klicke das rote Oberhemd links oben in der Katalogansicht an, wähle Größe 41 und legen den Artikel in den Warenkorb” beginnen, würden das Einkaufs- und Stöbererlebnis zur Geduldsprobe werden lassen.

Schneller sind wir, wenn der Computer oder das Notebook erkennt, wo hin wir schauen. Aber auch dann braucht es Befehle und Schnittstellen, den User schnell navigieren und agieren lassen. Eine gute Idee ist das Eyetracking mit Sicherheit um den Aufbau von Webseiten zu optimieren – Was den Nutzen für den Online-Einkauf angeht, freuen wir uns über Ideen!

Was die Gehirnforschung schon heute kann

Wenn wir ganz weit über den Tellerrand blicken und sehen, was die Gehirnforschung mit den angrenzenden Fachgebieten bereits jetzt in der Lage zu leisten ist, dürfte – vorsichtig gesagt – geeignet sein, die Welt gehörig und insbesondere den Online-Einkauf deutlich umzukrempeln.

Links, Rechts, Stopp

Schon jetzt gibt es funktionierende Beispiele, in den ein Auto per Gedankenkraft gesteuert ohne die Schaltung eines Rennrades bedient wird. Die Autosteuerung ist zwar etwas zu relativieren, da im Moment nur die Befehl “Rechts” und “Links” oder “Bremsen” übersetzt werden können und die weiteren Funktionen durch Rechner übernommen werden. Aber, wie im Fall des Rennrades kann man schon erkennen was auf uns zu kommen kann.

 

Eine grundlegende Einschränkung liegt darin, dass die zur Verfügung stehenden (Kopf-) Elektroden noch nicht so sensibel sind, dass noch mehr und feienere Gehirnströme erfasst und zur Weiterverarbeitung geben könnten. Mit implantierten Elektroden ist deutlich mehr zu erreichen – aber wer will das schon?

Forscher lesen Bilder und Worte aus dem Gehirn

Mittlerweile ist es Forschern (im Ansatz) gelungen, vom Menschen aufgenommene Töne und Bilder aus dem Gehirn auszulesen (Video). Mit sehr viel Übung kann man diese auch erkennen.

Und noch weiter in der Zukunft?

Wenn man diese Informationen auslesen kann, ist der Schritt zu einer Gehirn-Computer-Schnittstelle nicht weit. Noch viele Schritte weitergedacht: Wenn Informationen ausgelesen werden können, dürfte es in Zukunft auch möglich sein, Informationen zu senden…Eine “echte Gehirn-Computer-Schnittstelle” sozusagen. Im Moment scheinen allerdings nur die Militärs diejenigen zu sein, die sich am meisten für diese Forschungsergebnisse und die Umsetzung derselben interessieren.

Wie dem auch sei, schon bald muss niemand mehr mit seinem Telefon oder Computer sprechen…oder ständig auf ein Display schauen.