Future Commerce Blog

Tupperparty und Co – The Future of Commerce?

Alles doch schon einmal da gewesen? Irgendwie schon, wenn man sich die Idee anschaut, die hinter houseparty steckt: Eine Gastgeberin oder ein Gastgeber lädt Freunde ein um die neusten oder einfach nur ausgesuchte Produkte in vertrauter Umgebung zu präsentieren und eventuell zu verkaufen. Spontan fallen einem in diesem Zusammenhang die Firmen Tupperware, Avon oder LR ein.

Wie funktioniert das?

In Kurzform: houseparty stellt unterschiedliche Parties vor, die an bestimmten Tagen unter einem bestimmten Motto stattfinden und sich um ein Produkt oder mehrere Produkte einer Marke drehen. Der Gastgeber bewirbt sich online um die Ausrichtung der gewünschten Party und bekommt bei Zuschlag die passende Ausstattung durch den Sponsor gestellt. Er  lädt seine Gäste ein, gibt ein Feedback zu den Produkten und postet anschließend die Party-Bilder.

Der Sponsor betreibt Marktforschung und verkauft durch diese Parties hoffentlich mehr von seinen Produkten.

Sammelbesteller reloaded?

Vor gefühlt sehr vielen Jahren – damals noch ohne Internet, als der Sammelbesteller ein tragende Säule des Distanzhandels war und zu sogenannten Mitbesteller-Parties eingeladen hat – hat so ein Modell schon sehr gut funktioniert. Die Motive des Einladenden waren schon damals weniger das Erzielen hoher Vermittlerprovisionen als vielmehr das Erleben einer Gemeinschaft und einer Art sozialer Anerkennung. Gut für den Versender. Bei houseparty heißt es passenderweise: “Be the talk of the town!”

Impulse für die Zukunft?

Lang ist es her, die Bedürfnisse scheinen aber immer da gewesen zu sein – und sind es noch. Anders kann man sich den Erfolg des Houseparty-Modells kaum erklären.

Trotz – oder wegen – aller digitalen Geschäftsmodelle und Marketingansätze, wird die Party daheim Zielgruppen ansprechen, die sonst eher offline unterwegs sind – gut für Marken und Hersteller. Und schließlich für den Handel.